Herzlich willkommen!

Losung Sonntag, 29. März 2020

Wenn mein Geist in Ängsten ist, so kennst du doch meinen Pfad.

Psalm 142,4

Freitagsbrief

Am 27. März erscheint unser erster Freitagsbrief per E-Mail. Hier können Sie sich dazu anmelden:

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Was hilft mir der Glaube in Krisensituationen?

Mir gibt der Glaube in Krisensituationen Kraft und Hoffnung. Und wenn ich bete, dann genau darum: um Kraft und Hoffnung.

Wissenschaftliche Erkenntnisse sind für mich kein Widerspruch zum Glauben. Biblische Geschichten sind kein wissenschaftlicher Bericht. Biblische Geschichten sagen die Wahrheit, aber eben als Geschichte. Das ist mir sehr viel wert. Ich brauche wissenschaftliche Erkenntnisse und ich brauche Geschichten. Beides ergänzt sich, beides gehört zu meinem Leben.

Ich halte mich an die Empfehlungen vom Robert-Koch Institut und der Bundesregierung. Ärzte und Virologen verstehen deutlich mehr von der Ausbreitung eines Virus als ich das als Theologin tue. Die haben all dieses gelernt, so wie ich mich mit der Deutung biblischer Geschichten für das Leben beschäftige.

Doch das, was Menschen in Gottesdiensten tun, das können sie auch tun, wenn sie sich nicht in einer Kirche versammeln dürfen. Menschen können singen, beten, eine biblische Geschichte lesen, über sie nachdenken, eine Zeit der Stille halten. Eine Kirche ist ein guter und wichtiger Ort für das Zusammensein mit Gott und anderen Menschen, aber es geht auch von zuhause.

In Italien setzen sich Menschen in ihre Fensterrahmen und singen miteinander. Viele Menschen haben eine Bibel zuhause. Wer nicht, findet biblische Texte im Internet. Es gibt Fernsehgottesdienste, Andachten in den Printmedien. Auch auf die Homepage stellen wir Predigten und Gebete.

Wir alle haben ein Telefon, viele Internet. Die modernen Medien schaden nicht nur, sie helfen uns auch miteinander in Kontakt zu bleiben.

Es gibt sie schon lange, die Telefonseelsorge. Natürlich können Sie die Hotline der Telefonseelsorge wählen, aber Sie können uns auch anrufen über 05191-979407, wenn Sie mit uns sprechen möchten. Und wenn Sie dies wünschen, beten wir natürlich mit Ihnen.

Die Gottesdienste waren nie der einzige Weg, mit und über Gott zu sprechen, Gottes Wort zu hören.

Nun bauen wir die anderen Wege aus, suchen neue Wege.

Mir ist wichtig: Ein Gebet tötet nicht den Virus. Ein Gebet fasst das Leben in Worte. Ein Gebet ist ein Gespräch eines Menschen mit Gott. Darin kann Klage und Trauer, Angst und Wut vorkommen, aber auch Dankbarkeit, Liebe, Anbetung und Freude und die Bitte. Eben alles, was unser Leben ausmacht.

Ein Gebet gibt Kraft, weil ich alles sagen darf, was mich beschäftigt, ich kein Gefühl unterdrücken muss. Gemeinsam beten verbindet mich mit Gott und anderen Menschen.

Und natürlich gibt es auch ganz praktische Hilfsangebote. Viele Anrufe erreichen mich. Sie würden für jemanden einkaufen, wissen nur nicht, wer so eine Hilfe braucht. Wenn Sie älter oder chronisch krank sind und befürchten, sich beim Einkaufen anzustecken, aber Lebensmittel brauchen, dann rufen Sie gerne an. Ich versuche dann, zu vermitteln (Tel. 05191-979497).

Und: Der Coronavirus ist weder Strafe noch Prüfung.  Der Coronavirus ist eine Krankheit. Damit sie uns nicht beherrscht, brauchen wir die Forschung und gesunden Menschenverstand und Nahrung für unsere Seele, damit wir den Mut und die Kraft und die Hoffnung behalten und liebevoll und mit Achtung miteinander umgehen und miteinander und füreinander sorgen.

Kathrin Burgwal

Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit,
er birgt mich im Schutz seines Zeltes.

(Psalm 27,5)

Wochenlied zum Sonntag Lätare

Wilko Burgwal

Wichtiger Hinweis!

Alle weiteren aktuellen Nachrichten finden Sie unter dem Reiter "Aktuelles". Ich aktualisiere diese Homepage momentan täglich. 

Wilko Burgwal 

Andacht zum Sonntag Judika - 29. März 2020

(zum Abspielen einfach in das Vorschaubild klicken)