Glocke

Herzlich willkommen!

Losung Dienstag, 04. Oktober 2022

Der HERR schafft Recht den Waisen und Witwen und hat Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben.

5.Mose 10,18-19

"Lange Nacht der Kirchen 2022"

Nach zwei Jahren ohne lockere öffentliche Veranstaltungen gab es in diesem Jahr in Soltau wieder eine Nacht der Kirchen. Beteiligt waren die drei Kirchen in der Innenstadt, Luther, St. Johannis und St. Maria, zwischen denen auch Fußgänger ohne großen Aufwand pendeln können.

Was wäre die Nacht der Kirchen ohne das Spiel mit Licht und Dunkelheit?! Der schlichte große Raum von St. Maria war in das Licht vieler Kerzen getaucht, die Gedanken und Gebete konnten sich ausbreiten vor der Ikone auf den Altarstufen. Nur die Schreibwerkstatt erforderte helleres Licht. Danach stellte Stephan Schneider seine außergewöhnlichen Instrumente vor und lud ein zum Klänge-Genießen. „Sie können umhergehen, sitzen, sich hinlegen oder auch schlafen. Ja, für mich ist das ein Kompliment, wenn jemand bei diesen Klängen einschläft.“ Seine Erklärungen zur Schwingfähigkeit von Kupferrohren und Steinplatten waren jedoch ganz und gar nicht einschläfernd.

Licht und Dunkelheit – Jan Leudolph hatte die Fassade der St. Johanniskirche in ein gestreiftes Kunstwerk verwandelt und im Kirchgarten leuchtete es an vielen Stellen. Zusammen mit der Heilig-Geist-Gemeinde Wolterdingen waren zwei Imbissstände aufgebaut.  Auf der kleinen erleuchteten Bühne spielten Kinder, während in der Kirche die Kantorei unter dem Titel „Klassik populär“ bekannte geistliche Werke wie „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ in Fassungen für heutige Chöre und Hörgewohnheiten sang.

In der Lutherkirche schließlich war „Licht“ das große Thema. Die Westfassade samt Turm und Eingang ist zurzeit Baustelle mit Bauwagen, Lastenaufzug, Planen, Kübeln, Zäunen und allem, was zu einer Baustelle gehört. Leudolph hat gerade das inszeniert und nicht etwa versucht, eine „schöne“ Kirche zu zaubern. Von der Südseite her wirkte das Gebäude wie eine Industrieanlage mit bunten Silos und der wirre Bereich neben dem Haupteingang wurde zu einer kleinen blauen Grotte. Das Spiel mit dem Licht ging im Innenraum weiter. Natalia Rudolf überzog zweimal für eine halbe Stunde das gesamte Gewölbe mit einer Videoinstallation, in der sich gezeichnete und gemalte Menschen, Tiere und Formen bewegten. Gegen Ende war ihre eigene zeichnende und malende Hand im Bild. 

In St. Maria endete die Nacht der Kirchen mit einem liturgischen Nachtgebet, in der Lutherkirche und danach in St. Johannis mit dem Jugendchor. Um MItternacht verschwand nach und nach die magische Beleuchtung.

Gemeindebrief "Kontakte"

Unsere aktuellen Termine

Jetzt wird es aber Zeit!

Je nachdem über welches Thema man sich unterhält, findet man die unterschiedlichsten Sprichworte oder Wortspiele. Mal mehr, mal weniger passend.

Ist etwas schon ein bisschen älter, ist es „in die Jahre gekommen“ und der „Zahn der Zeit“ hat seine Spuren hinterlassen.

Wenn dann eine Sache nicht mehr richtig funktioniert und man noch nicht genau weiß, wie es weitergeht, kann man sicher sein: „Kommt Zeit, kommt Rat“.

Und wenn man weiß, dass dringend etwas unternommen werden muss und die Zeit nun wirklich drängt, dann ist es regelmäßig „fünf vor zwölf“.

Zwar Nicht fünf vor zwölf, aber seit einigen Wochen exakt zwölf Uhr zeigen die Zeiger unserer Kirchturmuhr an, zumindest die beiden Ziffernblätter, die noch oben an ihrem angestammten Platz hängen.

Die zwei anderen Ziffernblätter sind inzwischen von einer Fachfirma demontiert worden, um zu untersuchen, ob eine Restauration möglich ist oder ob der Zustand eine Neuanfertigung erforderlich macht.

Da es in den letzten Monaten mit der Zuverlässigkeit des Uhrwerkes immer wieder Probleme gab, soll nun auch das Uhrwerk selbst untersucht werden, um zu versuchen, diese Störanfälligkeit zu reduzieren.

Sowohl über den Zustand der Ziffernblätter als auch über die Fehlerquelle im Uhrwerk lagen bis zum Redaktionsschluss noch keine Ergebnisse vor.

„Kommt Zeit, kommt Rat“

Wie genau es weitergehen wird, können wir an dieser Stelle noch nicht sagen. Was allerdings feststeht, ist, dass die Kirchengemeinde selbst für die Kosten der Instandsetzung bzw. Neuanfertigung aufkommen muss. Diese Arbeiten stehen nicht mit den Sanierungsarbeiten am Turm in Verbindung, die gerade angelaufen sind.

Wir gehen davon aus, dass wir bis zu unserer Gemeindeversammlung am 18.9.22 mehr Informationen über Umfang und Kosten haben.

So lange bitten wir um Verständnis und auch ein bisschen „Zeit“, damit unsere Kirchturmuhr uns bald wieder sagt, was die Stunde geschlagen hat. 

(Keno Eisbein)